![]() Capone
von Mark Caines und Anthony Watts
- nicht mehr lieferbar - bis 6 SpielerInnen Schwierigkeit Verpackung ++ 2. Platz Die Vorschusslorbeeren ließen ein absolutes Spitzenspiel erwarten. Es war nicht neu, sondern 1987 das erste Mal mit dem Namen Mafioso erschienen. Capone habe das Zeug zum Klassiker und sei "extrem spannend", meinte der begeisterte Kritiker die Fachzeitschrift Pöppel-Revue ohne Umschweife. Dies ist eine Einschätzung, die bestätigt werden kann, auch wenn Capone kein besonders innovatives Spiel ist. Jede SpielerIn hat fünf Karten (bei sechs MitspielerInnen nur vier) auf der Hand, die reihum ausgespielt werden. Abgesehen von einigen Aktionskarten zeigen die Karten Geschäfte, die auch auf dem Spielbrett abgebildet sind. Mit dem Ausspielen einer Geschäftskarte werden beliebig viele der Spielfiguren, die vor einer stehen, als Einsatz auf das Geschäftsfeld gestellt. Wenn eine MitspielerIn die gleiche Geschäftskarte ausspielt, ist dieser Einsatz weg, und die MitspielerIn übernimmt mit höherem Einsatz das Geschäftsfeld. Wenn der Einsatz, die Spielfiguren, bis zum Ende eines Jahres - alle Karten sind ausgespielt - in dem Geschäft durchhält, wird er von der Bank in Dollar ausgezahlt. Capone ist stimmig in eine heftige amerikanische Mafia-Story eingebunden. Armaretto-Clan, Familie Mascapone, Vinorosso-Sippe, Ramazotti-Clan, Kaputtschino-Sippe, Familie Zappajone: Die Spielfiguren gehören jeweils zu einem des sechs Mafia-Clans und sind zwischen 5000 $ - ein Bodyguard - und 100.000 $ - der Don der Familie - wert. Wenn ein Clan einem anderen ein Geschäft abjagt, landen die geschlagenen Familienmitglieder direkt mit einem Beinkleid aus Beton im Hafenbecken. Damit kann eine SpielerIn recht schnell einige ihrer Spielfiguren verlieren, die sie bis zum Ende nicht mehr zurückkriegt. Damit sind ihre Handlungsmöglichkeiten bei diesem ziemlich lange dauernden Spiel - manchmal mehr als 90 Minuten - ziemlich eingeengt, obwohl sie dadurch noch nicht aller Chancen beraubt ist. Capone ist ein sehr gutes und eines der spannendsten
Brettspiele, auch wenn in ihm Diskussionen oder gar Diplomatie, wie es
Spieleautor anregt, kaum aufkommen.
© games we play – niederrhein magazin 1994–2006 – Autor: Harald Schrapers
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