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Diamant

schön: 5 Punktevon Alan R. Moon und Bruno Faidutti

Iello (Redaktion: Virginie Gilson, Vertrieb: Hutter)

ca. 26 €

3 bis 8 SpielerInnen

Schwierigkeitsehr einfach (ab ca. 8 Jahre)

überarbeitete Neuauflage 2017

» AUSGABE SCHMIDT 2005

Empfehlungsliste Spiel des Jahres 2005

Alle spielen gleichzeitig, die Regeln sind einfach, der Ablauf ist fesselnd. Es dürfen sogar bis zu acht Leute mitmachen. Das sind die Dinge, die an Moons und Faiduttis Diamant begeistern. Und thematisch kommt die Edelstein-Suche in den gefährlichen Stollen gut rüber.

Alle Spieler starten gleichzeitig in den ersten der fünf Stollen. Dieser wird aus Spielkarten aneinandergelegt: immer ganz langsam, eine Karte nach der anderen.

Diesmal zeigt die erste Karte Diamanten, beispielsweise elf Stück. Jeder der acht Mitspieler bekommt einen dieser Edelsteine, der neunte, zehnte und elfte Stein bleiben auf der Wegekarte liegen. Bevor ich meinen Stein jedoch als Siegpunkt für mich verbuchen kann, muss ich ihn aus dem Stollen raus ins Camp bringen. Erst dann kommt der Edelstein in meine Schatzkiste.

Jetzt muss ich mich entscheiden. Traue ich mich weiter in die dunkle Höhle oder gehe ich lieber zurück? Immerhin werden auf dem Rückweg die liegengebliebenen überzähligen Diamanten an die ersten Rückkehrer verteilt. Aber ich möchte weiter und muss deshalb die leere Faust in die Tischmitte halten.

Wenn sich alle entschieden haben, wird geguckt, wer seine Spielfigur in die Faust genommen hat. Diese Mitspieler gehen zurück. Für die anderen geht das Abenteuer in diesem Stollen weiter.

Die nächste Karte zeigt eine Schlange. Doch ein Schlangenbiss ist noch nicht so schlimm. Erst ein zweiter führt dazu, dass die Expedition in dem Stollen zu Ende ist und man alle Edelsteine verliert. Das gleiche gilt für die anderen vier Gefahren, die auf uns lauern. Eine Gefahrenkarte übersteht man, die zweite gleichartige Gefahr bedeutet das Ende. Diamant ist ein sehr schönes Bluff-Spiel. Es ist nichts tiefgründiges, eher so einfach, dass man sich fragt, warum es dafür der Zusammenarbeit gleich zweier renommierter Autoren bedurfte – zumal diese in der Originalausgabe von 2005 auch noch Friedemann Friese für seinen Beitrag zur Verbesserung des Spiels danken. Aber was soll das Rumgemäkel? Nehmen wir Diamant einfach als Beispiel einer gelungenen US-französisch-deutschen Koproduktion.

[ brettspielwelt.de: Diamant online spielen ]

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