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Got Five

4 von 6 von Yoann Levet

Blue Orange (Vertrieb: Asmodee)

Hergestellt in China

ca. 25 €

2 bis 4 SpielerInnen

Schwierigkeit ◼◼◻◻

Jahrgang 2026

Ein Spiel wie Bomb Busters – allein das kann elektrisieren. Bei Got Five gibt es ebenfalls eine von links nach rechts aufsteigende Zahlenreihe. Viel weiter reicht die Ähnlichkeit aber nicht. Denn ich sehe die Reihen der Mitspielenden, meine eigenen fünf Zahlen dagegen nicht. Und statt kooperativ spielen wir im Wettbewerb.

Die Mitspielenden übernehmen trotzdem eine wichtige Hilfstätigkeit: Wenn ich einen Zahlenstein aus der Tischmitte wähle, sortieren sie ihn offen an der passenden Stelle in meine Reihe ein. Jede meiner fünf Zahlen hat eine andere Farbe. Auf meinem Tableau kann ich deshalb sehen, welche Ziffern überhaupt noch infrage kommen. Da jede Ziffer nur einmal vorkommt, wird die Auswahl schnell kleiner. Das ist ein schönes Erfolgserlebnis und zieht einen in die Zahlenknobelei hinein.

Got Five hat einen sehr angenehmen Schwierigkeitsgrad. Hier rauchen keine Köpfe, aber es entsteht eine beinahe fiebrige Stimmung, wenn jemand zuerst die richtigen fünf Zahlen verkünden will. Für mich hat die Faszination allerdings bald nachgelassen. Letztlich bleibt die Deduktionsaufgabe immer dieselbe. Hat man herausgefunden, wie sich die bekannten Zahlen optimal nutzen lassen, fühlt sich das etwas ausgereizt an. Dann gewinnt mitunter, wer besser deduziert – oder einfach mehr Glück hat. Beides kann eine Spaßbremse sein.

Andere werden der Reiz von Got Five vielleicht nie loslassen. Es gibt schließlich Menschen, die unablässig Sudokus ausfüllen. Got Five hat diese besondere Faszination von Zahlen jedenfalls sehr schön umgesetzt.

Rating: 6/10 ⚃ ⇒


Eine Besprechung von Got Five befindet sich im Magazin spielbox 3/2026.