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Pili Pili

5 von 6von Benjamin Brissy und Jean-Baptiste Campion

ATM Gaming (Vertrieb: Asmodee)

Illustration: Antonin Esmilaire, Marie Imemizzi

Hergestellt in Polen

ca. 16 €

2 bis 8 SpielerInnen (besser: 3 bis 7)

Schwierigkeit ◼◻◻◻

Jahrgang 2026

Der französische Verlag ATM Gaming ist unter anderem durch Quick Stop – ein Spiel mit geringer Schöpfungshöhe, angelehnt an Stadt-Land-Fluss – groß geworden. Sehr groß sogar, sodass der schwedisch-französische Konzern Asmodee darauf aufmerksam wurde und unlängst 180 Millionen Euro bezahlt hat, um das Start-up zu kaufen. Neben den äußerst simplen „Social Games“, die im Portfolio von ATM sind, befindet sich auch eine Perle: Pili Pili, ein klasse Spiel, das an Wizard oder Skull King erinnert.

Pili Pili ist ein Spiel, das zeigt, wie viel Spielspaß durch die Reduktion auf minimale Regeln möglich ist: Es gibt keine Farben, keinen Trumpf und keinen Bedienzwang.

Das heißt, dass das „Fachwissen“ der Stichspiel-Experten (insbesondere aus dem Subgenre Stichansage) plötzlich hinfällig wird. Und trotzdem entsteht Spannung, weil jede Runde durch eine neue kleine Regel verändert wird. Der Clou sind die Ereigniskarten, die festlegen, wie viele Karten gespielt werden und welche „Mission“ gilt.

Mal spielen alle gleichzeitig, mal ist nur die höchste oder tiefste Zahl zulässig, mal darf man die Karten nur kurz anschauen oder sie verdeckt an die Stirn halten, sodass nur die anderen sie sehen. Teilweise wirken die Gimmicks albern, passen aber ins Konzept.

Die Spielregel weist redaktionelle Schwächen auf: So fehlt beispielsweise der Hinweis, wer ab der zweiten Runde Startspieler ist, und die Spieldauer ist schlecht festgelegt. Das sind Mängel, über die man hinwegsehen muss, wenn man dieses ansonsten gute Kartenspiel erleben möchte.

Rating: 8/10 ⚄ ⇗

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Eine Besprechung von Pili Pili befindet sich im Magazin spielbox 2/2026.