Ronin
von Emanuele Ornella
Illustration: Markus Erdt
Hergestellt in Europa
ca. 45 €
2 bis 5 SpielerInnen (besser: 3 bis 5)
Schwierigkeit ◼◼◻◻
Jahrgang 2026
Eine Landkarte von Japan bildet die Grundlage, auf der wir in jeder Runde eine unserer Figuren auf eine Stadt stellen, um das dort liegende Plättchen zu aktivieren. Gleichzeitig achte ich auf die Ressourcen, die sich in den angrenzenden Regionen der Stadt befinden. Diese benötige ich, um Aufträge zu erfüllen, wofür ich zudem in einer oder zwei bestimmten Städten stehen muss.
Später kommt als vierte Ebene noch eine Ronin-Funktion hinzu: Kärtchen, die einer Figur fest zugeordnet werden und eine Vielzahl unterschiedlicher Effekte bieten. Dafür muss ich selbst in späteren Partien noch regelmäßig in die Anleitung schauen – eine Anleitung, die einen leider an viel zu vielen Stellen im Unklaren lässt. Insbesondere ist oft nicht herauszufinden, ob man die Ronin-Funktion zusätzlich zur Städteaktion ausführen darf oder nur entweder/oder. Das ist schade, denn so nimmt einem die Anleitung den Spaß an dem an sich schönen Spiel.
Denn Ronin ist in seiner Grundidee ein recht zugängliches Kennerspiel und sorgt für einen flotten Spielablauf. Nur wenn es zwischen den Phasen darum geht festzustellen, wer in welcher Region die Mehrheit hat und sich folglich als Erster eine der dort liegenden Ressourcen nehmen kann, stockt der Spielfluss ein wenig.
Ansonsten ist es ein überzeugendes Spiel, bei dem wir uns auf der Landkarte schnell in die Quere kommen – was für interaktive Momente sorgt.
Rating: 7/10 ⚃ ⇗
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